Zentralparkplatz in Kulmbach

Gemeinsam mit club L94 Landschaftsarchitekten gewinnt H2M den Realisierungswettbewerb nach RPW
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Auszug aus dem Erläuterungsbericht

Der Zentralplatz in Kulmbach spielt im Gefüge der Stadt in vieler Hinsicht eine besondere Rolle. Zum einen liegt er im Schnittpunkt überörtlicher Erschließungsstraßen und dem Maintal Radweg am nordöstlichen Rand des Geschäftszentrums, und dient daher den Nutzern der Innenstadt als zentraler Parkplatz. Zudem hat er sich in den letzten Jahrzehnten als öffentliche Platzfläche mit Markt und anderen Kulturveranstaltungen bewährt, die im Übergang zur Altstadt für eine Attraktivierung des städtischen Lebens geführt hat. Aus Sicht der Stadtgeschichte ist der Platz im Vergleich zum historischen Marktplatz ein junger Platz, der auf den Flächen des ehemaligen Brauhauses der Kulmbacher Aktienbrauerei zwischen Grabenstrasse und Sutte erst in den 1970er Jahren entstanden ist. Seine 2-3 geschossigen Ränder schaffen es heute leider nicht dem Platz eine angenehme Proportion zu verleihen, die ihn, neben seiner Funktion als öffentlicher Parkplatz, auch als Ort der Begegnung erlebbar werden lässt. Zudem haben die Zufahrten in die Tiefgarage und die Fahrbahnen der Sutte heute eine starke Barrierewirkung, die vor allem die angrenzende Stadthalle vom Platzgeschehen ausschließt. Dabei hat der Zentralplatz durch seine Lagegunst am Fuße der Obermainschen Hügellandschaft einen direkten Sichtbezug zur imposanten Plassenburg und das Potential, als Trittstein zu den angrenzenden Naherholungsbereichen entlang der Mainauen genutzt zu werden Diese sind im Rahmenplan ISEK `von der Stadt im Grünen, zur grünen Stadt` bereits nachvollziehbar formuliert.