Stadthalle Bayreuth

nichtoffener Realisierungswettbewerb 2.Anerkennung 2013
2013_WB02_00_Deck
2013_WB02_01
2013_WB02_02
51066 v 04 Lageplan EG 200
2013_WB02_04

Die städtebauliche Prägnanz der Arbeit entsteht durch die schlüssige Verbindung von Bestandsgebäuden, vorhandenen Qualitäten des Kontextes und ergänzenden Zubauten. Bewusst wird auf einen Vorbau am kleinen Haus verzichtet und um ein profilgleiches, transparentes Obergeschoss aufgestockt, um die Proportion und räumliche Qualität des Platzes „Am Geißmarkt“ zu erhalten. Das kleine Haus wird aufgewertet und in Verbindung mit dem zweigeschossigen Verbindungsfoyer vor dem Balkonsaal erhält das Gesamtensemble eine neue Identität als zeitgemässes, weltoffenes Kultur- und Tagungszentrum. Ein als Tagungs- und Kongresshotel vorgeschlagener ergänzender Baukörper auf der Erweiterungsfläche im Ideenteil gibt dem Platzraum „Am Geißmarkt“ eine klare Fassung und eine neue Identität als Piazza und Vorplatz des Kultur- und Kongresszentrums. Der Zugang zum Hofgarten und dessen klare Ausformulierung wird gestärkt. Der Platz „Am Geißmarkt“ wird neu zoniert und eine angemessene Aufenthaltsqualität geschaffen.

Die bewegte Geschichte der Stadthalle Bayreuth wird mit einer prägnanten modernen Ergänzung die mit dem Bestand ein schlüssiges Ganzes bildet fortgeschrieben. Auf die klare Lesbarkeit von optimiertem Altbestand und transparenten neuen Zubauten wurde Wert gelegt. Zum Haupteingang des großen Saales am Jean-Paul-Platz finden bewusst keine Veränderungen statt, um den Dialog zwischen Geschichte und neuer Epoche zu stärken. Zum Geißmarkt wird das zweigeschossiges neues Verbindungsfoyer, das die Qualität eines Bindegliedes aller Funktionen hat, ergänzt. Dieses bildet mit der zurückgenommenen Aufstockung des kleinen Hauses eine bewusste Einheit aus. Insgesamt entsteht ein klares Ordnungs- und Gestaltungsprinzip, was die Verbindung zwischen Alt und Neu schafft und damit dem Gebäude eine neue zeitgemäße Identität gibt.