Nahversorgungszentrum Würzburg

1. Preis im Investoren-Angebotsverfahrens zum Nahversorgungsstandort am Hubland in Würzburg
Aussen
Innen

Auszug aus dem Erläuterungsbericht

Der historische Flugzeughangar prägt auf Grund seines Volumens und der massiven Gestaltung maßgeblich den Eingangsbereich zum neuen Stadtteil an der Rottendorfer Straße. Als eine der wenigen historischen Spuren der ehemaligen Nutzung des Geländes kommt ihm darüber hinaus eine Bedeutung für die Identität des neuen Stadtteils zu.

Das städtebauliche Konzept trägt dieser besonderen Situation Rechnung. Das historische Gebäude wird als eine besondere Chance für die Gestaltung eines wiedererkennbaren, eigenständigen Orts begriffen. Konsequenterweise wird der Hangar deshalb städtebaulich als ein eigenständiges Gebäude, als ein Solitär behandelt. Damit wird einerseits das Identität stiftende Potenzial des Gebäudes genutzt, andererseits wird das Gebäudevolumen als Alleinstellungsmerkmal anerkannt.

Diesem Gedanken der besonderen Behandlung des historischen Gebäudes ordnet sich sowohl die städtebauliche Konzeption als auch die architektonische Gestaltung der Baukörper unter.

Das neue Nahversorgungszentrum prägt mit den zwei großmaßstäblichen Gebäuden dem Nahversorgungszentrum mit Wohnnutzung im Obergeschoss und dem Hangar eine räumlich wirksame Stadtkante. Die Öffnung der Gebäude im Erdgeschoß mit Eingängen und Sichtbeziehungen in die angrenzenden Ladenbereiche bildet den Rahmen für eine gute Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Die Rottendorfer Straße erhält in diesem Abschnitt den Charakter einer Stadtstraße.

Der Platz am Hangar verknüpft als räumliches Gelenk die beiden Gebäude und bildet mit dem grünen Dach der Bäume einen besonderen Ort des Aufenthalts. Die Einbindung der Gesamtanlage erfolgt durch eine Verdichtung der Begrünung an den Rändern: Ein Baumhain stellt den Übergang nach Osten her, Baumreihen grenzen den Raum nach Norden und Westen ab.