Maria-Ward-Schulen Nürnberg

Sanierung und Erweiterung des Schulgebäudes und Neubau 3-fach Turnhalle
Bauherr: Erzdiözese Bamberg
Standort: Nürnberg
LPH: 1-9 (stufenweise Beauftragung)
Fläche | BGF: 23.500 qm
Status: im Bau | 2016-2020
Wettbewerb: 1.Preis | 2012
2015-12-09 MWS Persp 01dd END
2015-12-09 MWS Persp 08ee END

Die Erweiterung der Maria-Ward-Schule bezieht ihre stadträumliche Position einerseits aus der Aufnahme und Weiterentwicklung vorhandener städtebaulicher Qualitäten und andererseits aus einer starken Verwebung von Stadt- und Freiraum. Der Konvent wird als eigenständiges Bauwerk erhalten und aufgewertet, die bestehende Schule angemessen und nachhaltig ergänzt. Die neuen Klassenräume werden als kompakter Baukörper organisiert, um eine eindeutige Adressierung zum Stadtraum hin zu schaffen. Die Sporthallen befinden sich am Prinzregentenufer. Die bestehende Magistrale in Nord-Süd-Richtung wird gestärkt und so zum Rückgrat des Areals. Das neue kompakte Schulhaus und die Sporthalle stellen die Ergänzung von Alt und Neu und die Verwebung von Stadt und Freiraum her.

Dies wird vor allem deutlich in der Konzeption von Hofsituationen und Gebautem: Der Konventplatz wird zum attraktiven Eingangshof, der Innenhof des neuen Schulbaus geht fließend in den Pausenhof über und kann multifunktional als Aula und Pausenhalle genutzt werden. Die unterbauten Sporthallen orientieren sich zum grünen Hof, der durch die Kunsträume und die Mensa bespielt wird.

Die heterogene Bestandssituation wird ergänzt durch zwei ruhige Baukörper. Eine nachhaltige Gestaltung erhält das neue Schulgebäude durch seine vorgefertigte Beton-Sandwich-Fassade mit Architekturbetonelementen, die die vorhandenen Hauptmaterialien der bestehenden Schule, Beton und Ziegel, aufnehmen. Die Sporthallen schaffen eine enge Verbindung zum Freiraum des Prinzregentenufers durch das begrünte Dach und die mit Platanenmatrizen strukturierte Betonfassade.

Die optimale Abstimmung der architektonischen und klimatischen Anforderungen im Gebäudeentwurf und CO2 Neutralität sind das Ziel. Hierfür werden regenerative Energiemöglichkeiten, wie Solarthermie, die vorhandene Fernwärme sowie die Gebäudemasse herangezogen. Insgesamt entsteht ein nachhaltig gestalteter Schulkomplex, der gleichzeitig bestehende Qualitäten des Bestandes nutzt und neue Qualitäten aus dieser heraus entwickelt.