kultur.werk.stadt-Petzschkeareal Neustadt bei Coburg

Realisierungswettbewerb mit städtebaulichen Ideenteil 2013
2. Preis städtebaulicher Teil
51065 v 03 Lageplan 500
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Die städtebauliche Neuordnung des Stadtraums und die Umgestaltung des Patzschkeareals verfolgen das Ziel, den städtebaulichen Kontext der Villa zu stärken und die Bereiche Bahnhofstraße sowie Feldstraße aufzuwerten. Im Ideenteil wird eine klare Zonierung angestrebt, die sich aus schlüssig herausgeformten Quartiersbildungen ergibt. Der neue Busbahnhof sowie der Park & Ride- Platz werden in einen Grünfilter verlegt, der sich in der Achse des Bahnhofgebäudes aufspannt. Die städtebauliche Kante vis-à-vis des grünen Filters wird weitergeführt, indem das Gebiet um den ehemaligen Omnibusbahnhof mit einer neuen Wohnbebauung in Zeilenstruktur besetzt wird.

Ziel und Idee des Entwurfskonzeptes ist: so wenig wie möglich, so viel wie nötig.

Die Villa mit ihren Hallenerweiterungen besitzt eine eigene Identität, die durch den Rückbau der Halle 3 wiederhergestellt wird und ansonsten keine weitere Überformung benötigt. Die Wirkung des Ensembles im Stadtraum wird betont, in dem das Patzschkeareal in einem neuen verbindenden Rückgrat zusammengefasst wird. An dieser neuen Erschließungs- und Ausstellungsachse lagern sich der ruhige Ergänzungsbau und die bestehenden Gebäude an. Die Erschließung wird bis in den Außenbereich von Werkstatthof und Skulpturengarten fortgeführt. Der neue Ausstellungskörper fügt sich in den Kontext der Baukörper ein und spannt zusammen mit der historischen Fassade der Patzschkevilla einen neuen Eingangsplatz auf. Bei der Gestaltung des neuen Baukörpers wurde auf eine zurückhaltende, jedoch eigenständige und zeitgemäße Wirkung sowie auf qualitätsvolles Zusammenspiel von Gebäude und Freiraum besonderer Wert gelegt. Mit dem Erhalt des Tragwerks von Halle 3 wird ein identitätsstiftendes Element für den Außenraum am Kunstgarten geschaffen.